Ein einfacher Fisch so unscheinbar und ruhig, sodass ich ihn gar nicht wahrgenommen habe. Er näherte sich mir. Ich bewunderte sein Mut, selten war Jemand so verunsichert an mich heran geschwommen. Ein sonderbarer Fisch, irgendwie anders. Fische haben mich nie so sonderlich interessiert. Ich fand sie langweilig. Ich ließ ihn um mich herum schwimmen. Er verfolgte mich fast schon penetrant. Mein Interesse war geweckt. So hartnäckig, dennoch so zart der kleine Fisch. Er gab sich wirklich mühe mich zu beeindrucken und er hat es auch geschafft. Er brachte mich irgendwie mit seiner unbeholfenen Art zum Lachen. Schwerelos so vertraut im Wasser trieben wir beide ab, bis ich ihn aus Angst wegscheuchte, er daraufhin wegschwamm, Ich erkannte meinen Fehler und wollte ihn einholen, aber er hielt nicht an und war zu schnell, sodass er nicht mehr erreichbar für mich war.
Emma: Du hast alles kaputt gemacht!!!
Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass er früher oder später wegschwimmen wird. Erst umgarnen sie dich und dann sind sie weg. Besser zu früh als zu spät.
Emma: Er war so schön von Innen und von Außen… ganz anders als das ganze Süßzeug was wir vorher hatten und definitiv nicht so ungesund. So ruhig im Gegensatz zu uns. Ich fühlte mich wohl und noch nie habe ich jemanden so schnell vertraut.
Weiß ich auch nicht was da in mich gefahren ist. Ich musste uns schützen.
Emma: Normalerweise möchte ich beeindrucken und gefallen und bei dem Fisch war das nicht nötig. Ganz im Gegenteil. Er hat uns von einer nicht guten Seite gesehen und mochte uns trotzdem, aber das konntest du ja nicht verstehen.
Ich habe dir gesagt, dass irgendwas mit dem Fisch nicht stimmt. Das ist doch nicht normal.
Emma: Warum nicht ? Vielleicht mochte er uns wirklich. Es passte so gut, wir waren auf einer Wellenlänge.
Ja, natürlich. Wo war der Fisch gleich nochmal? Genau nicht mehr da.
Emma: Wir haben ihn verschreckt, weil du mir eigeredet hast, dass er bald wegschwimmt und dass es weh tun wird, dass es nicht sein kann, dass er uns mag. Du hast mich total verunsichert und mir Angst gemacht.
Lieber schwimmen wir davon als er
Emma: Du immer mit deiner Angst und Selbstschutz. Warum auch mal etwas genießen.
Weso??? nachdem wir weggeschwommen sind, sind wir doch wieder zu ihm geschwommen und ER ist dann weggeschwommen und wir sind noch eine Weile hinterher geschwommen, wie eine Verrückte! Wenn er uns gewollt hätte, dann wäre er nicht weggeschwommen, sondern geblieben.
Emma: Wir haben ihm weh getan…in dem wir ihn weggescheucht haben. Ich würde am liebsten noch weiter hinterher schwimmen, nicht aufgeben…
Wir haben uns entschuldigt und erklärt. Er ist weg. So groß kann das Interesse nicht gewesen sein und mit seiner Ignoranz hat er uns doppelt verletzt. Das haben wir nicht verdient. Ja, weil du nicht loslassen kannst und was willst du hinterher schwimmen, wenn er nicht mal langsamer schwimmt und dir ne Chance gibt ihn einzuholen?
Emma: Ich habe gedacht, dass er anders ist…
Das denkst du immer… mal wieder lachend in die Kreissäge.
Emma: Die Kreissäge kam viel zu früh…
Zum Glück!
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